Krankheitsbilder Wirbelsäule 

Das Geschäft mit der sog. Nikotinabhängigkeit

Etwa die Hälfte aller regelmäßigen Raucher(innen) wird an den Folgen ihres Tabakkonsums sterben, 50% im Alter zwischen 35 und 69 Jahren. Jeden Tag (!) sind in Deutschland 300 bis 400 Todesopfer des Zigarettenrauchens zu beklagen, das sind 110.000 bis 140.000 jährlich. 2006 starben 42.348 Raucher an Krebs, v. a. der Lunge, der Speiseröhre oder des Kehlkopfes. Dazu kommen ungezählte Tote durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen und chronische Erkrankungen der Atemwege. Die Zahl der durch das Rauchen ausgelösten Todesfälle ist damit höher als die von AIDS, Alkohol, illegalen Drogen, Verkehrsunfällen, Morden und Selbstmorden zusammen. Aber für einige Leute bedeutet die Tabakabhängigkeit ein gutes Geschäft!

 

Soviel kostet das Rauchen

Pro Tag gehen in Deutschland 251.000.000 Zigaretten, 18.000.000 Zigarren und Zigarillos, 61 Tonnen Feinschnitt und 4 Tonnen Pfeifentabak im Wert von 60 Millionen Euro in Rauch auf. Das summiert sich: jeder Raucher, der 1 Schachtel pro Tag konsumiert, verliert in 50 Raucherjahren etwa 85.000 Euro.

Und der Staat kassiert kräftig mit. 76% des Kaufpreises einer Zigarette wandern in seine Taschen. Mit weit über 14 Milliarden Euro für 2007 ist die Tabaksteuer die mit Abstand einnahmestärkste Genussmittelsteuer, sie bringt noch mehr ein als die Mineralölsteuer. Demgegenüber stehen jährliche Kosten in Höhe von 40 Milliarden Euro für die gesundheitlichen Folgen des Rauchens.

Und noch etwas: 1 Zigarette kostet 30 Minuten Lebenszeit. Ein regelmäßiger Raucher büßt im Durchschnitt 20 Jahre seiner normalen Lebenserwartung ein.

 

Auch wer nicht raucht, raucht mit

Hohe Gesundheitsrisiken tragen auch Passivraucher, denn Zigarettenrauch büßt nach dem Ausatmen nichts von seiner Gefährlichkeit ein. Und der sog. Nebenstromrauch, also das, was zwischen zwei Zügen einer brennenden Zigarette entweicht, ist wegen der niedrigeren Verbrennungstemperatur noch giftiger! Selbst der Rauch einer einzelnen Zigarette führt dazu, dass die Gesundheit aller im selben Raum geschädigt wird. Besonders betroffen sind Kinder rauchender Eltern, aber auch Haustiere erkranken! Passivraucher haben laut WHO ein 20% höheres Lungenkrebsrisiko. Jährlich sterben in der BRD 3300 Menschen an den Folgen des Passivrauchens.

 

Die Frage der Abhängigkeit

Das toxische Alkaloid Nikotin ist der Hauptwirkstoff im Zigarettenrauch. Die Tabakpflanze produziert es zur Abwehr von Schadinsekten. Früher wurde es auch industriell als Pestizid eingesetzt, aufgrund seiner hohen Giftigkeit wurde es jedoch ab den 70er Jahren durch E605 ersetzt.

Auch für den Menschen ist es sehr toxisch: es ist eine Droge und ein starkes Nervengift. Die tödliche Dosis für einen erwachsenen Menschen liegt bei ca. 1 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Damit ist Nikotin giftiger als Arsen oder Zyankali.

Im menschlichen Körper wirkt Nikotin wie ein natürlicher Botenstoff. Schon nach 7 Sekunden aktiviert es die „Belohnungszentren“ im Gehirn und vermittelt so für einen Augenblick die Illusion vom Glück. Sobald die Zigarette ausgedrückt ist, werden die freigesetzten Botenstoffe wieder abgebaut, das „Genussempfinden“ verschwindet und es setzen sehr rasch Entzugssymptome ein, die sich nur durch die nächste Zigarette beseitigen lassen. Nikotin ist damit der hauptsächlich suchterzeugende Inhaltsstoff im Zigarettenrauch. In Verbindung mit bestimmten Verhaltensweisen entsteht neben der körperlichen auch rasch eine psychische Abhängigkeit wie beim Heroin oder Kokain.

Nikotin bewirkt eine Verengung der peripheren Blutgefäße. Dadurch kommt es zur Blutdrucksteigerung, zu einer Abnahme des Hautwiderstandes und zu einem Absinken der Hauttemperatur. Als Folge davon wird die Haut grau und schlaff, Männer verlieren ihre Potenz, Frauen kommen früher in die Wechseljahre, Wunden und Knochenbrüche heilen langsamer, die Gefahr für Thrombose, Herzinfarkt, Raucherbein, Osteoporose, Blindheit und Demenz steigt erheblich.

In sehr hohen Dosen kommt es zu Vergiftungserscheinungen wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, Unruhe und verstärktem Speichelfluss bis hin zur Bewusstlosigkeit.

Bei der Herstellung von Zigaretten wird heute aber auch eine Vielzahl von Substanzen eingesetzt, die den Rohtabak für den Raucher genießbarer machen sollen. Bewusst verstärkt die Tabakindustrie mit Hilfe von 600 äußerst fragwürdigen Zusatzstoffen das Abhängigkeitspotential von Zigaretten:

Allen Zigaretten wird in geringen Mengen Menthol zugesetzt, um den Schmerz und Hustenreiz bei der Inhalation zu unterdrücken, wird allen Zigaretten in. Es soll die natürliche Schärfe des Tabakrauches abmildern und ein Frischeempfinden bewirken. Menthol hat ein eigenes Suchtpotential und trägt damit zur Entwicklung von Abhängigkeit bei.

Anreicherungen mit Ammoniak und Harnstoff erhöhen den pH-Wert des Rauchs. Nikotin wird so schneller in den Atemwegen aufgenommen, flutet rascher im Gehirn an und wirkt dort länger und intensiver.

Um den strengen Tabakgeschmack zu überdecken, werden in großem Umfang Zucker zugesetzt. Sie entwickeln beim Verbrennen giftige Aldehyde, die die Schleimhaut zerstören, um dem Nikotin den Weg zu bahnen. Acetaldehyd ist krebserregend und hat selbst eine suchterzeugende Wirkung.

Weitere Zusatzstoffe wie Vanillin, Kakao, Lakritze oder Honig sollen das Rauchen angenehmer und milder gestalten und so insbesondere Kindern und Jugendlichen den Einstieg in die Abhängigkeit erleichtern.

 

Tabakrauch – ein Giftgemisch

Beim Verbrennen einer Zigarette bilden sich mehr als 4.800 Inhaltsstoffe, von denen mindestens 250 Substanzen giftig oder krebserzeugend ( kanzerogen ) sind:

Anilin, Arsen, Benzol, Blei, Formaldehyd, Nitrosamine und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe sind als krebserregend bekannt, Substanzen wie Blausäure oder Methanol sind hochgiftig.

Kohlenmonoxid (CO) ist ein sehr giftiges Gas, das auch in den Autoabgasen vorkommt. Es blockiert den Sauerstofftransport im Blut und kann die Blutgefäße schädigen. Dies führt zu erheblichen Leistungsminderungen bei Belastung, auch der Potenz, zur Erhöhung von Blutdruck und Pulsfrequenz und ist ein Risikofaktor für Herz-Kreislauferkrankungen. Bei einem Atemluftanteil von über einem Prozent tritt der Tod innerhalb von 1 bis 2 Minuten ein.

Wer täglich eine Schachtel Zigaretten raucht, nimmt außerdem in seiner Lunge jährlich eine Tasse Teer auf. Teer ( Kondensat ) verklebt die Flimmerhärchen in der Lunge, was zum typischen Raucherhusten führt und ist ebenfalls krebserregend.

 

Wann fangen Sie endlich an, aufzuhören?

Der Ausstieg aus dem Rauchen lohnt sich. Schon kurze Zeit nach dem Rauchstopp stellt sich der Körper um: nach 20 Minuten sinken Puls und Blutdruck, nach 8 Stunden vermindert sich der Kohlenmonoxidgehalt im Blut. 24 Stunden nach der Nikotinkarenz nimmt allmählich das Herzinfarktrisiko ab. Drei Tage nach der letzten Zigarette bessert sich die Funktion der Atemwege, spätestens jetzt ist kein Nikotin mehr im Gehirn nachweisbar. Nach längstens drei Wochen haben sich auch die suchtauslösenden Verhältnisse im Gehirn wieder ganz normalisiert. Bald verschwinden auch die Verfärbungen an Fingern und Zähnen und der Teint wirkt wieder frischer und jünger.

Gerne unterstütze ich Sie bei Ihrem Vorsatz, das Rauchen aufzugeben. Erfahren Sie mehr über mein Raucherentwöhnungsprogramm.